Ich verlasse am frühen Morgen Invercargill in Richtung Bluff, wo eine Fähre nach Rakiura wartet. Sie legt pünktlich ab und eine Stunde später erreiche ich die Insel. Stewart Island ist bekannt als Vogelparadies. Hier gibt es noch die im Rest von Neuseeland selten gewordenen Kiwis (geschätzt 20000 Stück), aber auch andere Vögel wie Robin (Toutouwai), Tomtit, Fantail (Piwakawaka), Bellbirs (Korimako), Tui, Kaka, Saddleback (Tieke), Kakariki oder Weka. Auf der Insel gibt es eine Siedlung namens Oban, Elektrofahrräder, einige wenige Autos, Wassertaxi und viele Wanderwege. Neben einem Great Walk ist vor allem das Hinterland für mehrtägige herausfordernde Wanderungen geschätzt und weiterhin bei Locals als Jagdterritorium beliebt. Nach meiner Ankunft checke ich in einem Hostel ein und konkretisiere meine Pläne. Zwei Stunden später habe ich mein „Full-Adventure-Package“ vorbereitet. Den Rest des Tages erkundige ich zu Fuß etwas die Insel. Am Abend steige ich auf den „Observation Rock“, da es mit etwas Glück möglich sein soll das südliche Polarlicht zu sehen. Doch ich habe Pech.
Am nächsten Morgen besteige ich ein Wassertaxi, welches mich und andere Besucher:innen in fünf Minuten nach Ulva-Island bringt. Diese kleine Insel hat genau einen Wanderweg und bietet hervorragende Möglichkeiten zum Vögel beobachten. Ich habe den ganzen Tag Zeit und schlendere langsam dahin. Andere Besucher:innen legen sofort im sturen Wandermodus los. Ich verliere mich in Gedanken und werde dann durch einige Vögel überrascht. Mein Plan geht folglich voll auf, denn ich wollte im Schleichmodus die Insel erkunden mit vielen Pausen und Bummelei. Die Vögel verlieren irgendwie ihre scheu, werden neugierig und wundern sich, was dieses Ding da im Wald rumsteht. Sie kommen nahe zu mir heran und lassen sich dadurch super im Bild festhalten. Oder sie sind so beschäftigt, dass sie mich gar nicht bemerken, wie beispielsweise der Kiwi, welcher so busy im Dreck nach Insekten sucht und seelenruhig an mir vorbeiläuft. So habe ich die seltene Gelegenheit dieses Tier am Tag zu fotografieren, denn sie sind eigentlich nachtaktiv. Sehr glücklich komme ich am späten Nachmittag zur Hauptinsel zurück und erledige dort letzte Dinge für mein Abenteuer-Wanderung. Ich kaufe im Lebensmittelgeschäft Proviant und hole mir einen „Locator-Bacon“ sowie einige Tipps in der Touristeninformation ab.
Am Morgen packe ich meinen Rucksack und bringe überflüssige Sachen in ein Schließfach in die Touristen-Information. Danach laufe ich zum Wassertaxi, welches mich zur „Freshwater Hut“ bringt, wo meine Tour beginnt. In den folgenden fünf Tagen möchte ich durch das fast menschenleere Hinterland wandern, auf Wegen gesäumt von brusttiefen Schlamm- und Wasserlöchern. Ich erwarte nur wenige andere Wanderer und einige Jäger, weshalb ich den erwähnten Beacon gemietet habe. Im Notfall kann ich damit einen Rettungshubschrauber alarmieren. Im Wassertaxi treffe ich Marie aus Frankreich. Zusammen mit einem Freund plant sie eine ähnliche Route zu wandern, nur in die andere Richtung und nicht als Rundweg so wie ich es vorhabe. Sie arbeitet auf Stewart Island in der Küche im einzigen Restaurant der Insel. Ihr Arbeitgeber hat für sie ein „Sponsorship“-Visa organisiert, womit sie für mindestens drei Jahre in Neuseeland leben kann, vorausgesetzt sie arbeitet bei diesem Arbeitgeber. Bei leichtem Nieselregen erreichen wir nach ungefähr 20 Minuten die Anlegestelle. Wir verabschieden uns und ich ziehe los. Vor mir liegt ein Trampelpfad durch eine wilde, stark bewachsene Strauch- und Mooslandschaft. Der Himmel klart auf und ich genieße die Stille, einzig durchkreuzt vom Vogelgezwitscher. Hin und Wieder komme ich zu Sümpfen, welche nicht umgangen und folglich durchkreuzt werden müssen. Zu Beginn legte ich mir einen Ast als „Wanderstock“ zu. Mit diesem teste ich nun die Tiefe der Wasserstellen, um möglichst nicht vollständig im Matsch zu verschwinden. Gelegentlich stoße ich auf festen Untergrund, wie Äste oder sogar Rückstände von vormals befestigten Wegen, die mit der Zeit überspült wurden. Meistens geht es gut mit der Durchquerung, nur manchmal kann ich keinen festen Halt finden und dann geht es mit Augen zu hinein in den Schlamm. Anfänglich noch stark gehemmt, kann ich mein Zögern ablegen und gewöhne mich daran. Eine kindliche Einstellung mit all ihrer Unbekümmertheit ist notwendig und dann macht es auch riesig Spaß. Die Gedanken über nasse Kleidung und Schmutz, die einem in der „zivilisierten“, modernen Welt antrainiert werden, einfach beiseite legen, schließlich lassen sich Sachen reinigen und eine Katzenwäsche am Abend ist in jedem Wasserloch möglich.
In meine Wanderung vertieft steht plötzlich ein Mensch vor mir. Erschrocken so wie ich, ist auch sie und beide fangen wir an zu lachen. Niemand von uns hat auf diesem Weg weitere Wanderparteien erwartet. Wir tauschen uns kurz über die Strecke aus und gehen unserer Wege. Kurze Zeit später treffe ich noch die beiden Wandergefährten der Wanderin, welche etwas hinterherhängen. Dann ist es wieder still. Ich verlasse die Sträucher und laufe hinein in den Wald. Schließlich erreiche ich am frühen Nachmittag die „Freds Camp Hut“. Ein Jäger ist gerade an der Hütte beschäftigt, ein anderer läuft am angrenzenden Strand entlang. Ich begrüße sie, stelle mein Gepäck ab und nehme ein Bad im Ozean. Die Sonne scheint noch und gibt mir die Gelegenheit meine Sachen zu trocknen. Danach bereite ich mein Quartier für die Nacht in der Hütte vor, esse Abendbrot und unterhalte mich etwas mit den Grünröcken. John, Marc und Daniel sind im richtigen Leben Versicherungsvertreter und IT-Ingenieure. Zur Jagdsaison kommen sie gewöhnlich für eine Woche auf die Insel. Ihren Anekdoten nach sind sie dabei aber nicht sehr erfolgreich. Es ist wohl eher die Ruhe und Abgeschiedenheit, welche sie herzieht. Sie erklären mir zudem, dass die Insel in Jagd-Parzellen aufgeteilt ist, welche zur Saison gemietet werden können. Jede Partei darf nur in ihrer Parzelle jagen und nirgendwo anders. Einige Parzellen haben relative komfortable Hütten, die aber mit Wanderern geteilt werden müssen. Andere haben einfachere Hütten, dann aber ohne fremde Gäste.
Am Morgen bestaunen wir gemeinsam den atemraubenden Sonnenaufgang. Nach dem Frühstück, packe ich ein, verabschiede mich und ziehe weiter. Der Weg verläuft heute hauptsächlich durch den Wald. Ich habe viel Freude mit den Waldvögeln, besonders den Fantails, welche ich mich auf meinem Weg begleiten und sich sogar auf meinem Wanderstock niederlassen. Unterwegs begegne ich einem Wanderer. Am frühen Nachmittag erreiche ich die „Rakeahua Hut“. Niemand ist da. An der Hütte beginnt ein Wanderweg zum höchsten Punk von Stewart Island, den „Mount Rakeahua“ (681 m). Da ich noch genügend Zeit habe, beschließe ich den Berg zu besteigen. Ich lasse meine Sachen an der Hütte zurück und ziehe los. Nach ungefähr 90 Minuten erreiche ich den Gipfel. Es ist mittlerweile sehr windig geworden und ich bleibe nur kurz oben, da es kalt wird. Gegen 19 Uhr bin ich zurück an der Hütte, welche immer noch verlassen ist. Ich gehe zur Bootsanlegestelle und wasche mich dort. Auch diese Hütte kann mit dem Wassertaxi erreicht werden. Zurück in der Hütte entzünde ich ein Ofenfeuer und esse im Kerzenschein Abendbrot.
Am Morgen scheint ein wenig die Sonne. Doch schon kurze Zeit später ist es wieder bedeckt, allerdings ohne Regen. Wie mir die Jäger am Vortag erzählten, regnet es auf der Insel ganzjährig sehr viel. Nur im Sommer ist die Wahrscheinlichkeit hoch ein paar trockene Tage zu erwischen. Doch sie erzählen mir auch, dass es nun am Ende des Sommers schon wesentlich feuchter und schlammiger sein sollte, als es tatsächlich ist. Der Weg wird heute besonders anstrengend, da ein Berg überquert werden muss. Zwar sind die Berge hier bei weitem nicht so hoch wie an anderen Stellen, jedoch sie die Wege unbefestigt und schwierig zu laufen. Ich gehe weiter durch den Wald und sehe sogar kurz nach dem Start einen Kiwi-Vogel, welcher wohl den Feierabend verpasst hat. Beim Aufstieg komme ich gut voran, nur der Abstieg ist beschwerlich. Der „Weg“ verläuft eigentlich nur durch einen Bach, gefüllt mit Baumwurzeln und spitzen Steinen. Am Nachmittag erreiche ich schließlich einen Strand, welcher mich zur nächsten Hütte führt. Es fängt an zu regnen und ich bin froh nah an der Hütte zu sein. Doch nun folgt eine Erfahrung, die mich eigentlich ziemlich nervt. Der Strand ist groß genug, um mit einem Flugzeug zu landen. Folglich lassen sich Leute, die den beschwerlichen Weg nicht auf sich nehmen wollen oder können hierher fliegen. Einerseits kann ich es nachvollziehen, da dieser Teil der Insel wirklich sehr abgelegen und wunderschön ist, also für einen Besuch absolut empfehlenswert. Andererseits wird auf diese Art und Weise dieser Ort zerstört. Denn wie ich es nun und auch an den folgenden Tagen erleben werden, landen hier sehr viele Flugzeuge mit lautem Getöse, karren sehr viele Menschen heran, stören die Wildtiere und nehmen dem Ort seinen Zauber. Wie ich später erfahre, landen hier auch ganze Familien mit dem Flugzeug und vielem Krempel, um Partys zu feiern. So erlebe ich nun auf den letzten Metern so eine Landung und vier Personen werden abgesetzt. Die relativ kleine Hütte wird demnach ziemlich voll werden und ich bin irgendwie genervt. Ich begrüße die Gruppe zwar, aber sehr unfreundlich. Wahrscheinlich ist meine Laune eine Nachwirkung der letzten Wanderungen, bei denen solche Wandergruppen für mich meist sehr unangenehm waren. Sie bemerken meine schlechte Stimmung und lassen mich weitestgehend in Ruhe. Sie machen sich auf dem Weg für eine kurze Besichtigung der Umgebung. Ich packe inzwischen aus und nehme ein kaltes Bad bei Regen im Ozean.
Zurück in der Hütte ist meine Stimmung nun besser und ich bereite mein Abendbrot vor. Die Gruppe kommt zurück und ich bemerke, dass sie vollkommen in Ordnung sind, ja sogar ziemlich lustig. Sie erzählen mir pandemiebedingt dieses Jahr ihren Urlaub in der Heimat zu verbringen. Das letzte Mal vor 20 Jahren wandern, schien ihnen dies nun eine gute Gelegenheit die alte Leidenschaft wieder aufzunehmen. Warum sie sich ausgerechnet dafür eine anspruchsvolle Tour auf Rakiura ausgesucht haben, bleibt ihr Geheimnis. Ganz ohne Erfahrung, mit schlechter Vorbereitung, aber ganz neuem Equipment wollen sie die nächsten neun Tage hier mit Wandern verbringen. Ja, das Einfliegen von Invercargill mit dem Flugzeug erscheint etwas luxuriös, aber insgesamt nur unwesentlich teurer als die Fähre auf die Insel zu nehmen. Zudem ermöglicht es die herrliche Sicht über die Insel. Auch die „Subway“-Tüten im Gepäck für das Abendbrot sind ihnen peinlich, aber die Anreise war schließlich stressig. Während wir uns unterhalten, taucht eine weitere Person bei der Hütte auf. Es ist Marie, welche ich im Wassertaxi bereits kennenlernte. Ihr Freund ist bereits auf dem Rückweg und sie setzt ihre Tour nun alleine fort. So verbringen wird den Abend zu Sechst. Marie und Ich beraten die Wandergruppe zu ihrer bevorstehenden Tour, denn wie sich im Laufe des Gespräches herausstellt sind sie wirklich absolut unvorbereitet. Ihre Augen werden immer größer und ihre Gesichter blasser, wenn wir ihnen von den unbefestigten Wegen und Schlammlöchern erzählen. Schließlich beginnt einer von ihnen sogar seine erst zur Hälfte gelesene Wanderlektüre auseinanderzureißen, um Gewicht zu sparen. Gegen 21 Uhr legen wir uns hin.
Am frühen Morgen beginnt es zu regnen und es sieht auch nicht aus, als ob es bald aufhören würde. Mir gefällt der Ort zudem sehr gut und so würde ich gern einen weiteren Tag hier verbringen. Nun stecke ich in der Klemme. Mein Proviant ist abgezählt und ich kann mir eigentlich keinen freien Tag leisten. Jedoch ist ein Vorteil, wenn zahlreiche Leute per Flugzeug hier ankommen und sogar Party machen, dass überflüssige Lebensmittel zurückbleiben. So gibt es zwei Eimer voll davon, welche es mir ermöglichen einen Tag länger in der Hütte zu verbringen. Die Wandergruppe ist trotz der schlechten Nachrichten vom Vormittag und des regnerischen Wetters frohen Mutes. Aber sie lassen sich viel Zeit, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, da der folgende Abschnitt bis zur nächsten Hütte lang und beschwerlich sein wird, zudem mit diesem Wetter. Gegen 11 Uhr ziehen sie los und ich bin gespannt, ob ich sie in den nächsten Tagen nochmals wiedersehen werde. Ich unterhalte mich etwas mit Marie und erkunde danach für einige Stunden die Gegend. Trotz des Regens lassen sich einige Bilder von der Natur aufnehmen. Den Nachmittag verbringe ich mit lesen. Am Abend gehe zudem nochmals raus, um Kiwi-Vögel zu beobachten, welche nachtaktiv sind und sich am Strand herumtreiben. Ich laufe mit meiner Stirnlampe am Strand entlang und finde einige Vögel. In der Ferne zieht ein Gewitter auf und so mache mich schnell auf den Rückweg, lege mich ins Bett und lausche dem Donner. Es kracht unheimlich laut was sogar die Hütte erzittern lässt.
Am Morgen frühstücke ich mit Marie. Sie läuft heute die gleiche Etappe wie ich, für sie der Weg, auf dem sie bereits hergekommen ist. Nur anstatt zur nächsten Hütte zu gehen, wird sie in eine Privatunterkunft einkehren. Vor vielen Jahrzehnten versuchte sich eine Familie mit Landwirtschaft im Hinterland von Stewart Island, etablierte einen Hof und auch einen Weg, welcher vom westlichen Teil bis zur Bootsanlegestelle im Osten führt (der Anlegestelle, wo ich mit dem Taxi ankam). Die landwirtschaftlichen Bemühungen schlugen fehl und zurück blieben die Unterkünfte, welche nun touristisch genutzt werden. Wir einigen uns nicht zusammenzulaufen und so verabschiede ich mich und ziehe gegen 9 Uhr los. Der Weg ist durch den Regen sehr aufgeweicht und läuft sich nicht gut. Nach einigen Stunden erreiche ich einen Strand am westlichen Teil der Insel. Diesen muss ich nun noch für zwei Stunde folgen, was nicht sehr abwechslungsreich ist und sich hinzieht. Schlussendlich erreiche ich die nächste Hütte, welche riesig groß ist und zudem voll belegt. Die Hütte ist wie bereits erwähnt, vom Osten her sehr einfach auf einer zweistündigen Wanderung zu erreichen (über den ehemals landwirtschaftlich genutzten Weg). Weiterhin ermöglicht es der große Strand Flugzeugen und Hubschraubern zu landen, welche fast stündlich ankommen. Dies erklärt die vielen Besucher:innen hier. Ich blicke kurz in das Hüttenbuch, kann aber keinen Eintrag der Wandergruppe finden. Entweder haben sie es nicht bis hierher geschafft oder sie haben sich schlicht vergessen einzutragen. Ihr weiterer Weg wird sie zum nördlichen Teil der Insel führen, welcher nicht auf meiner Strecke liegt. Ich werde daher wohl nicht mehr erfahren, was aus ihnen geworden ist.
Ich gehe im Meer baden und verbringe den Abend am Strand, um der Hektik in der Hütte zu entgehen. Zurück an der Unterkunft treffe ich unter den vielen Leute auch zwei junge Kerle, die auf der Jagd sind und zwar nur mit ihrem Gewehr. Den Sinn der Aktion versteh ich nicht und finde es insgesamt ziemlich dämlich. Jedenfalls sind sie seit zwei Tagen total erfolglos unterwegs, haben Hunger und müssen ihre Leidensgeschichte loswerden. Erstaunlicherweise erhalten sie viele Mitleid und werden durchgefüttert. Das Feuerholz der Hütte brauchen sie in der Nacht auf, da sie natürlich keinen Schlafsack haben. Neues gesammelt wird allerdings nicht. Prinzipiell kann ich abenteuerlustige Aktionen nachvollziehen und gehe auch gelegentlich Risiken ein, aber auf so eine Scheiße komm ich dann doch nicht. Nach einem schnellen Abendbrot verziehe ich mich in die Koje, kann aber durch das ständige raus und rein der anderen Gäste sowie deren Gewühl in ihren Rucksäcken nicht wirklich einschlafen. Lautes Geschnarche hält mich zudem in der Nacht wach. Zum frühen Morgen schlafe ich schließlich ein und wache gegen 10 Uhr auf. Die meisten Leute sind da glücklicherweise bereits weg.
Da die heutige Etappe mit zwei Stunden nur sehr kurz und einfach ist, lasse ich mir mit dem Frühstück zeit. Danach schlendere ich nochmals zum Strand und fotografiere ein bisschen. Gegen 15 Uhr breche ich schließlich auf und gelange am frühen Abend zu meinem Ausgangspunkt der Wanderung zurück. Allerdings werde ich nun nicht ein Wassertaxi zurücknehmen, sondern auch die restliche Strecke zu Fuß zurücklegen. Da die Hütte auch hier gut gefüllt ist, schlage ich etwas entfernt auf einer freier Fläche mein Zelt auf.
Am Morgen breche ich früh auf. Eigentlich liegen noch zwei Abschnitte vor mir. Ich möchte sie möglichst an einem Tag absolvieren. Ich genieße die letzten Stunden im Wald und erreiche am frühen Nachmittag die „North Arm Hut“. Diese Hütte gehört bereits zum „Great Walk“ der Insel. Ich gönne mir eine Pause und rede mit der Hüttenwärterin. Danach ziehe ich weiter und komme kurz darauf an einem Zeltplatz vorbei, welcher nicht auf der Karte eingezeichnet ist. Mein Plan ist es eigentlich zurück zum Dorf zu wandern und dort im Backpacker die Nacht zu verbringen. Nun beschließe ich einfach hier zu bleiben und mir das Geld für die Unterkunft zu sparen. Ich schlage mein Lager auf, gehe mich an einer naheliegenden Bucht waschen und verbringe die restliche Zeit im Zelt.
Am Morgen starte ich erneut früh, da ich am Nachmittag die Fähre zurück zum Festland nehmen möchte. Gegen Mittag komme ich im Dorf an, gönne mir einen letzten Ausblick vom Observation Rock sowie einen Kaffee mit Kuchen und verlasse Rakiura nach einer tollen 7-tägigen Wanderung.
Zusammenfassung Southern Circuit Rakiura
| Date | Distanz | Trackzeit (in Bewegung) | Höhenmeter (Bergauf/Bergab) | Höchster Punkt |
| Tag 1 | 11 km | 3:30 h | 393 m / 368 m | 187 m |
| Tag 2 | 23,9 km | 8 h | 1175 m / 1194 m | 679 m |
| Tag 3 | 18,5 km | 6:11 h | 749 m / 733 m | 415 m |
| Tag 5 | 19 km | 5:40 h | 556 m / 584 m | 403 m |
| Tag 6 | 14 km | 3 h | 237 m / 244 m | 55 m |
| Tag 7 | 15,2 km | 4:57 h | 757 m / 750 m | 339 m |
| Tag 8 | 13,3 km | 3:09 h | 554 m / 465 m | 93 m |


























Lan 08/01/2022
I like the birds in your pics.